Werteerziehung


Sozialziele nach Margit Weidner

Jeweils nach den Ferien wurden die entsprechend neuen Sozialziele mit der gesamten Schulgemeinschaft in der Pausenhalle eingeführt, besprochen und im Schulhaus sichtbar gemacht (Sonne mit Strahlen, auf denen die Sozialziele stehen).

Alte, bereits bekannte Sozialziele wurden bei dieser Gelegenheit wiederholt und gefestigt.

Im Schuljahr 2011/12 wurden folgende Sozialziele eingeführt:

  • Wir grüßen uns.
  • Wir laufen im Schulhaus langsam und sind leise.
  • Wir nutzen die Vorviertelstunde zur Vorbereitung auf den Unterricht.
  • Wir gehen mit Materialien und Gegenständen sorgsam um.
  • Wir hören uns gegenseitig zu und lassen den anderen aussprechen.
  • Wir bitten und bedanken uns.

Dazu wurde ein Liedtext umgearbeitet. Im Schuljahr 2012/13 werden diese Sozialziele nun nochmals aufgegriffen, wiederholt und gefestigt. Dies geschieht mit der Hilfe von Signalkarten, die an die wichtigsten Lernziele erinnern und im Schulhaus aufgehängt werden, wie auch klassenintern mit einer Sonne mit den sechs Strahlen für die erarbeiteten Lernziele.

Einführung der Friedenstreppe

Im Schuljahr 2012/13 wird jede Klasse durch die Schulpsychologin Christine Freundl bezüglich der Friedenstreppe ausgebildet. Binnen zweier Einheiten wird jede Klasse in die Grundlagen der Streitschlichtung mit Hilfe der Friedenstreppe eingeführt. Durch den Klassenlehrer, bzw. die Klassenlehrerin wird das Projekt vervollständigt und nachhaltig gesichert, so dass lösungsorientierte Konfliktbewältigung zum Schulprinzip werden kann.

Mit Hilfe der Friedenstreppe lernen Schüler der Grundschule Konflikte friedlich und selbstständig zu lösen.

Die Klasse sitzt im Halbkreis um eine aufgezeichnete oder aufgebaute Friedenstreppe. Die Streitenden beginnen auf der ersten Stufe und stehen sich gegenüber. Zum Schluss stehen sie auf der letzten Stufe und beenden ihren Streit. Ein Streit ist erst dann beendet, wenn es zwei „Gewinner" gibt, das heißt jeder mit dem Konfliktausgang zufrieden ist.

Zugrundeliegend ist die „OMA-Regel". Das „O" steht für die Ohren: Wir hören gut zu. Das „M" steht für den Mund: Wir sprechen mit einer freundlichen Sprache, Kraftausdrücke sind verboten. Das „A" steht für die Augen: Wir sehen uns an. Beide Kinder, die ihren Streit auf der Friedenstreppe lösen, müssen damit einverstanden sein. Dies gilt auch für die Akzeptanz der Regeln, die auf der Friedenstreppe gelten.

  1. Stufe: Jeder darf erzählen
    Auf der ersten Stufe der Friedenstreppe dürfen die beiden Kontrahenten nacheinander ihre Sicht des Streites erzählen. Der andere hört zu.

  2. Stufe: Wiederholen
    Nun wiederholen die Streitenden nacheinander, was sie vom anderen verstanden haben.

  3. Stufe: Lösungen sammeln
    Auf dieser Stufe werden Vorschläge zur Lösung des Streites gesammelt. Hier können auch Ideen des Plenums aufgegriffen werden. Die Streitenden einigen sich auf eine Lösung.

  4. Stufe: Sich vertragen
    Die Lösung wird ausgeführt und der Streit ist beendet.

Die Friedenstreppe wird in zwei Unterrichtseinheiten eingeführt.

Durch die Fortführung der Arbeit durch die jeweiligen Klassenleitungen wird die friedliche und selbstständige Lösung von Konflikten allmählich zum Unterrichts-, bzw. Schulprinzip.

  • Es handelt sich um einen lösungsorientierten Ansatz, der keine Patentrezepte vorschreibt.
  • Es wird eine eigenständige Lösung mit zwei Gewinnern gefunden.
  • Die Kinder fühlen sich ernst genommen.
  • Die Konfliktlösung wird am Modell gelernt, indem die ganze Klasse zusieht.
  • Alle Kinder können sich an der Lösungssuche beteiligen.

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